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Einblicke in meinen Alltag in Zeiten von Corona und Shutdown

Die Schweiz im Ausnahmezustand

Ein Corona-Tagebuch von Kostas Maros.

Der Bundesrat hat heute, 16. März 2020, in einer ausserordentlichen Sitzung die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung weiter verschärft. Er stuft die Situation in der Schweiz neu als «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemien-Gesetz ein. Seit einigen Tagen bereits spüre ich Veränderungen in meinem Alltag. Am 15. März hätte ich ins Ausland fliegen sollen, aufgrund der Umstände wurde der Flug annulliert. Auftraggeber melden sich kaum mehr; wenn ich was höre ist es um Aufträge zu stornieren oder zu verschieben - auf unbestimmte Zeit. Ein kleines Pensum im Pressebereich verbleibt mir noch; aus aktuellem Anlass hauptsächlich Pressekonferenzen zum Thema Coronavirus; ein paar Tage später sind auch diese - nach weiteren Verschärfungen der Massnahmen durch den Bundesrat - nur noch eingeschränkt möglich. Die Schweiz ist keine Ausnahme, die Welt steht still. Es wird auf Homeoffice umgestellt, ausser für die Menschen an der Front. Die Schulen und Kitas bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Meine Freundin muss weiterhin zur Arbeit. Ich übernehme die Betreuung unserer Tochter. Die ersten Tage fühle ich mich gelähmt - Morgenessen - Spaziergang - Kochen - Siesta - Spielen - Spaziergang - Kochen. Mit der Zeit gewöhne ich mich an diese neue Lebensphase. Ich entscheide mich, unseren Alltag in der Isolation zu dokumentieren.

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