Herbert Zimmermann

Er ist ein Voyeur im Vorzimmer des Eigenen, Bekannten und vermeintlich Vertrauten: Voyeurismus verstanden als persönliche Schaulust, in den Grenzen der ihm eigenen Zurückhaltung und der ihm selbst verordneten Diskretion.

Daniele Muscionico über Herbert Zimmermann

Er ist ein Fotograf mit Wurzeln, und diese hat er in der Schweiz. «Ich muss nicht das ganz Andere suchen», sagt Herbert Zimmermann – seine Arbeiten geben ihm Recht. Zimmermanns Blick kommt erst nach skeptischer Analyse der Möglichkeiten zum Eigentlichen, zur Meinung, zum Bild. Es entsteht in den Zwischenmomenten einer Begegnung, während das Gegenüber, abgelenkt durch sich selbst, die Kleider ordnet, zum Beispiel, bei sich ist, ohne dessen gewahr zu sein; es entsteht im Gespräch, das Zeit kosten darf, Zeit kosten soll, in der Rede über einen Gegenstand, der mehr Bedeutung hat als ein Porträt, das nach Hochglanz giert. Inszeniert er? Inszeniert er nicht? Zimmermann, paradox, ist ein Animateur der Natürlichkeit.

Spezialisiert auf

Portrait Reportage

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