Lea Meienberg

In Portraits und Reportagen untersucht sie Befindlichkeiten und Eigenheiten von Personen und Orten und verdichtet diese zu Geschichten.

Wiktoria Furrer über Lea Meienberg

Sie geht narrativ vor, wenn sie in einer Reportage über die Schnapsbrennerei Stählemühle den Erzählbogen über Aufnahmen des Hofes samt Lama und Apfel, der bauchigen Destillatgefässe bis hin zum Portrait des Schnapsbrenners spannt. Die Selektion und Kombination der Bilder sind dramaturgische Stilmittel ihrer Erzählungen, auch wenn diese ganz ohne Menschen auskommen können. Oft stehen ihre Arbeiten im Kontrast zu routinierten Wahrnehmungen – so zeigt ihre Zirkus-Serie keine Zuckerwatte, sondern nähert sich eher dem existenziellen Ernst der Artisten. Meienbergs fotografische Erzählstrategien lenken das Augenmerk weg vom Offensichtlichen hin zum Eigenen – sie präsentiert die Protagonisten der Geschichten über subtil inszenierte Details. Für ein redaktionelles Portrait verpflanzt die Fotografin den Wirtschaftsprofessor in ein Blumenbeet und zeigt ästhetischen Sinn für Humor. Den braucht es auch sonst in ihrer Arbeit um mit Unvorhergesehenem umgehen zu können. Manchmal fügen sich die Geschichten wie von selbst – der Betrachter muss sie sich dann nur noch zu Ende erzählen.

Spezialisiert auf

Portrait Reportage Landschaft Reisen

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