Noë Flum

Ein Fotograf des Hintersinns, überlässt es dem Betrachter, hinter der Abstraktion die Reflexion zu erkennen.

Daniele Muscionico über Noë Flum

Seine Bildergeschichten sind Szenen aus einem absurden Theaterstück. Und seine Protagonisten immer dann am überzeugendsten, wenn sie neben ihrer Bedeutung stehen. Dann stehen sie richtig und in einem Bild von Noë Flum.

Der Porträtfotograf misst sich am Humor eines Jacques-Henri Lartigue und fotografiert doch abstrakt wie Bob Wilson, wenn er Persönlichkeiten in individuelles Licht taucht und Bekannte in unbekannte Rollenspiele verheddert. «Eine Prise Selbstironie steht jedem gut», ist seine Überzeugung. Im Übrigen halten seine Bilder von Überzeugungen so wenig wie von Pathos und seine Porträtierten die Würde ihres Amts als Luftballon in Händen, der im nächsten Bild platzt. Für das grosse japanische Kleiderlabel «Urban Research» geht er so weit, dass er behauptet: «Wir machen Bilder ohne tieferen Sinn.» Sinnlosigkeit als Konzept? Bedeutungsverweigerung als anarchistische Strategie? Noë Flum, ein Fotograf des Hintersinns, überlässt es dem Betrachter, hinter der Abstraktion die Reflexion zu erkennen.

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