Rita Palanikumar

Sie sucht die ikonografische Überhöhung, die Gratwanderung zwischen Heiligenbild und nüchtern trunkenem Dokument.

Daniele Muscionico über Rita Palanikumar

Rita Palanikumar hat keine Angst vor der Buntfarbigkeit. Ihr Auge weiss um den ästhetischen Farbton und das stimmige Farbspiel, ein Erbe ihrer Herkunft und Biografie, ihrer Wurzeln in Südindien. Ethnokitsch? Man hüte sich bei einer wie ihr, viel reisend, entdeckungslustig, polyvalent und polyglott, den Glam-Faktor zu übersehen.

Doch der Webstuhl von Palanikumars Imagination ist und bleibt ihre Lust an der Farbe. Dabei sucht sie auch die ikonografische Überhöhung, eine Gratwanderung zwischen Heiligenbild und nüchtern trunkenem Dokument. Palanikumar erkundet die listige Ausreizung von Inhalt und Symbolik mit der Absicht, die Fotografie als Überlistung möge auf den Betrachter ähnlich wirken wie auf sie selbst: «Das Bild soll für mich ein Coup de foudre sein.»

Sie erweitert den Realitätsbegriff aus der Untersicht der Ironie. Sie ist ernst zu nehmen, auch wenn sie sich unernst gibt, unangestrengt auf jeden Fall, leicht ganz ohne Frage. Wieso Humor schwarz trinken – wenn er in Farbe so viel besser mundet?

Spezialisiert auf

Portrait Wohnen Still

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